AllerLand fördert Kunst, Kultur und Beteiligung im Knüll – Umsetzung gestartet

Homberg/Efze. Die Region Knüll erhält im Rahmen des Bundesprogramms Aller.Land von 2025 bis 2030 rund 1,5 Millionen Euro für Kunst-, Kultur- und Beteiligungsprojekte. Unter dem Motto „Kultur.Pflanzen.Knüll – ZusammenWachsen“ sollen Gärten zu Bühnen und Begegnungsorten werden. Ziel ist es, Transparenz, Vernetzung und niedrigschwellige Teilhabe zu fördern und damit kulturelle Vielfalt sowie demokratisches Miteinander in den sieben beteiligten Kommunen zu stärken.
Beim Auftakt in der Homberger Krone wurden gemeinsam mit zahlreichen Partnern die im Konzept „Kultur.Pflanzen.Knüll – ZusammenWachsen“ entwickelten Ideen weiter konkretisiert. Erste Projekte wie Gartengespräche, Mitmach-Inszenierungen im Grünen, ein „Handmade“-Ferienprogramm sollen bereits 2025 starten, weitere wie ein offenes Bildhauersymposium oder ein Familien-Kunst-Erlebnis-Weg sollen im kommenden Jahr folgen. „Es ist ein Riesenerfolg, dass wir als Region den Zuschlag bekommen haben! Dabei danke ich allen, vor allem den Kulturschaffenden, die sich in den Prozess eingebracht haben“, sagte Dr. Nico Ritz, Vorsitzender der Zweckverbands Knüllgebiet und Bürgermeister der Stadt Homberg (Efze) bei seiner Begrüßung.
Im Mittelpunkt steht die Idee, Gärten und Freiräume als Orte der Begegnung, des Austauschs und der Mitgestaltung zu nutzen. Wichtige Themen für die Beteiligten sind Transparenz nach außen, ein vertrauensvoller Umgang im Projektalltag sowie einfache, offene Beteiligungsmöglichkeiten. Gleichzeitig sollen ein Ideenpool für neue Projekte und ein Akteursverzeichnis entstehen, um Kooperationen zu erleichtern und erfolgreiche Formate auch in andere Orte übertragen zu können. Das Projekt wird derzeit von Katrin Anders (Zweckverband Knüllgebiet), Sonja Kunze (akp_planung) und Marina Saurwein (Schwalm-Eder-Kreis) koordiniert, bis die drei halben Stellen, die für das Projekt vorgesehen sind, besetzt werden können. Sie informierten über den Projektverlauf und die besonderen Anforderungen der Bundesförderung, die für Kunst- und Kulturprojekte eine große Herausforderung ist, gleichzeitig aber viele Chancen für die Region eröffnet.
Das für den Knüll erarbeitete Konzept: Kultur.Pflanzen.Knüll – ZusammenWachsen
Der Projektbewilligung vorausgegangen war ein mehr als einjähriger Prozess zur Konzeptentwicklung. Bereits in diese hatten sich zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende sowie Akteure aus der Demokratiebildung eingebracht. Der Zweckverband Knüllgebiet ist als Projektträger mit dem Konzept „Kultur.Pflanzen.Knüll – ZusammenWachsen“ ins Rennen gegangen und ausgewählt worden. Denn zwischen Gemüsebeet und Kompost wächst mehr als nur Grün: Das Projekt verwandelt Gärten in Bühnen, Beete in Begegnungsräume und Samen in Geschichten. Die Region Knüll will niedrigschwellige künstlerische Mitmach-Aktionen rund um das Thema Garten und Gärtnern anbieten. Die Formate reichen von Veranstaltungsreihen bis hin zu Angeboten wie Saatgut- und Pflanzentauschbörsen. Wie in einem lebendigen Garten entsteht auch hier Vielfalt durch Mitmachen, Pflege und gemeinsames Gestalten. Ob Pflanzaktionen oder die Veranstaltungsreihe „Einladende Gärten“ – offene Formate laden Menschen verschiedenster Hintergründe ein, mitzumachen, ins Gespräch zu kommen und aktiv zu werden.
Bundesweit entwickelten im Programm „Aller.Land“ insgesamt 97 Regionen Konzepte für neue regionale Kulturvorhaben. Vier unabhängige Fachjurys wählten 30 Projekte aus, die nun umgesetzt werden. Wichtig bei der Auswahl waren die Beteiligung der Menschen vor Ort, die regionale Verankerung und Vernetzung der Projekte. Projektstart war der 1. Juli 2025, die Förderung läuft bis Ende Juni 2030.
Das Programm Aller.Land
„Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ ist ein Programm für Kultur, Beteiligung und Demokratie. Es richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache ländliche Regionen in ganz Deutschland. Gefördert wird „Aller.Land“ durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern (BMI). Der Bund stellt für das Programm von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung.
Weitere Infos zum Förderprogramm: www.allerland-programm.de
Quelle: Zweckverband Knüllgebiet
Bildunterschrift: Zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende, Bürgermeister und Interessierte entwickelten die Ideen für das Aller.Land-Projekt im Knüll weiter © Katrin Anders und Marina Saurwein