Falsche Polizeibeamte erbeuten Bargeld und Schmuck – Polizei warnt vor Betrugsmasche

Willingshausen – In der Gemeinde Willingshausen kam es zwischen Montag, dem 10. März, und Mittwoch, dem 12. März 2025, zu mehreren Betrugsfällen durch falsche Polizeibeamte. Drei ältere Bürger wurden telefonisch kontaktiert, darunter eine 89-jährige Frau, die Schmuck und Bargeld im Wert eines niedrigen fünfstelligen Betrags an die Täter übergab.
Trickbetrug durch angebliche Polizeibeamte
Die Täter riefen bei ihren Opfern an und gaben sich als Beamte der Marburger Kriminalpolizei aus. Unter dem Vorwand, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei, erkundigten sie sich nach Wertsachen und Bargeld. Bei der 89-Jährigen vereinbarten sie einen Termin zur „Sicherung“ ihrer Wertgegenstände. Am Dienstagmittag erschienen eine Frau und ein Mann an ihrer Haustür, nahmen Schmuck, Bargeld und Münzen an sich und verschwanden mit einem dunklen VW Golf oder Polo in unbekannte Richtung.
Ein Zeuge konnte die weibliche Täterin wie folgt beschreiben:
- Alter: ca. 25 – 30 Jahre
- Größe: ca. 165 cm
- Statur: korpulent
- Haare: lang, schwarz, gelockt
- Sonstiges: Brille, dunkle Kleidung
Der männliche Täter konnte nicht näher beschrieben werden.
Weitere Betrugsversuche ohne Erfolg
Zwei weitere Senioren aus Willingshausen, eine 91-jährige Frau und ein 80-jähriger Mann, erhielten ähnliche Anrufe. Auch hier fragten die Täter nach Wertgegenständen, konnten jedoch keine Beute machen.
Die Kriminalpolizei Homberg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter Telefon 05681-774-0.
Wichtige Verhaltenstipps der Polizei
Immer wieder versuchen Betrüger, insbesondere ältere Menschen mit sogenannten Schockanrufen oder falschen Polizeimeldungen zu täuschen. Die Polizei rät daher:
- Misstrauisch sein: Die echte Polizei fordert niemals spontan Geld oder Wertsachen.
- Nachfragen: Rufen Sie die Polizei selbst unter einer bekannten Nummer an und vergewissern Sie sich, ob die Angaben stimmen.
- Keine Informationen preisgeben: Geben Sie am Telefon keine Details zu finanziellen oder familiären Verhältnissen weiter.
- Nicht unter Druck setzen lassen: Lassen Sie sich nicht zu einer schnellen Entscheidung drängen. Besprechen Sie verdächtige Anrufe mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen.
- Keine Übergaben an Fremde: Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
- Verdächtige Anrufe melden: Im Zweifel sofort die 110 wählen und die Polizei informieren.
Sind Sie selbst betroffen oder haben Sie etwas Verdächtiges beobachtet? Melden Sie sich bitte bei der Polizei. Jede Information kann helfen, die Täter zu überführen.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Schwalm-Eder
Pressestelle
August-Vilmar-Str. 20
34576 Homberg
Telefon: 05681/774 130
E-Mail: pp-poea-homberg-ast.ppnh@polizei.hessen.de
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Quelle: Polizeidirektion Schwalm-Eder / ots