Gartenmesse in Homberg/Efze lockt viele Interessierte

Zur dritten Auflage der Gartenmesse strömten gut 600 Interessierte in die Homberger Stadthalle. Unter dem Motto „Paradiese vor meiner Haustür“ gab es an ca. 20 Ständen regen Austausch zu den unterschiedlichsten Aspekten eines naturnahen Gartens und zur Förderung der biologischen Vielfalt.
Die Natur ist in der Winterruhe, viele Tage noch kalt und grau. An den zahlreichen Ständen zum Thema naturnahes Gärtnern war die Vorfreude auf den Frühling jedoch deutlich spürbar. Welche Pflanzen sind insektenfreundlich? Wie fördere ich in meinem Garten Lebensraum und Verstecke für den Igel? Welche Materialien eignen sich für ein Insektenhotel? Welche heimischen Kräuter sind besonders schmackhaft? Welcher Nistkasten eignet sich für welchen Brutvogel? In der gut gefüllten Homberger Stadthalle tauschten sich an zahlreichen Ständen Menschen zur Förderung der biologischen Vielfalt im eigenen Garten aus. Neben viel theoretischem Wissen gab es auch die Möglichkeit, Pflanzen, Kräutertees oder Honigprodukte zu erwerben. Verschiedene Institutionen informierten über ihr Engagement in diesen Themenbereichen. So zeigte die Stellbergschule anschaulich, wie sie sich für den Schutz von Kröten oder Rehkitzen engagiert und berichtete über ihr Engagement zur naturnahen Gestaltung des Schulgeländes. Das Umweltbildungszentrum Licherode und der Wildpark Knüll informierten über ihre Bildungsarbeit zur Artenvielfalt. Der BUND zeigte, welche Auswirkungen zu starke Beleuchtung im Garten auf Pflanzen, Tiere und Menschen hat. Am Stand des Naturparks Knüll konnten insbesondere Kinder dies am Beispiel des Igels erfahren und einen selbst gestalteten Igel mit nach Hause nehmen.
Die Stadt Homberg (Efze), die im Jahr 2023 für ihr Engagement durch das Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde, bot an ihrem Stand viel Anschauungsmaterial, um zu verdeutlichen, wie der Bauhof die Artenvielfalt in der Stadt fördert. „Seit vergangenem Jahr nimmt die Stadt Homberg mit acht weiteren Kommunen im Knüll am Projekt „Ökologisches Grünflächenmanagement in den Siedlungsgebieten des Naturparks Knüll“ teil“, berichtete erste Stadträtin Claudia Ulrich in ihrer Begrüßung und hob hervor, wie wichtig vielfältige Grünflächen auch für das menschliche Wohlbefinden sind. An Stellwänden konnten die Besuchenden sich informieren, wie diese neun Städte und Gemeinden ihre Bearbeitung der Grünflächen sukzessive umstellen wollen, um die Lebensräume von Insekten, Vögeln und Kleinsäugern zu verbessern. Den Kommunen ist es ein Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger als Unterstützer/innen der biologischen Vielfalt zu gewinnen.
Gut besucht waren die beiden Impulsvorträge von Hans-Joachim Schade (Naturgarten e.V.) im kleinen Saal der Stadthalle. Er gab wertvolle Praxistipps, wie der eigene Garten naturnah gestaltet werden kann. Moderator Dierk Glitzenhirn vom Evangelischen Forum Schwalm-Eder kam zwischendurch mit Standbetreiber/innen ins Gespräch. Ein Gesprächspartner war der Verein NATUR im GARTEN, der besonders artenreiche Gärten zertifiziert. Mit Unterstützung des Evangelischen Forums Schwalm-Eder und dem Naturpark Knüll konnten 10 Zertifizierungsbesuche im Wert von je 100 Euro verlost werden.
BUND, NABU, Evangelisches Forum, Naturpark Knüll und die Stadt Homberg (Efze) zeigen sich zufrieden mit der Veranstaltung. „Das Interesse für dieses wichtige Thema ist groß, und wir freuen uns über jede Fläche, die nicht nur Pflanzen und Tieren, sondern auch uns Menschen gut tut“, resümiert das Orga-Team.
Quelle: Naturpark Knüll