Herausforderungen in der Wasserversorgung: Studie soll Lösungen liefern

Wasser ist unser wertvollstes Gut – ohne sauberes Trinkwasser ist kein Leben möglich. Doch die Wasserversorgung steht vor großen Herausforderungen: Der Klimawandel, veränderte Niederschlagsmuster und steigender Wasserverbrauch setzen die bestehenden Strukturen zunehmend unter Druck. Um auch in Zukunft eine sichere und qualitativ hochwertige Wasserversorgung zu gewährleisten, hat der Wasserverband Gruppenwasserwerk Fritzlar-Homberg das Ingenieurbüro Weber-Ingenieure GmbH mit der Erstellung eines kommunalen Wasserkonzepts beauftragt.
Warum ein neues Wasserkonzept notwendig ist
Die Wasserversorgung hängt von einer funktionierenden Infrastruktur ab. Brunnen, Wasserwerke, Pumpstationen und ein weit verzweigtes Leitungsnetz sorgen dafür, dass Trinkwasser in höchster Qualität bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt. Doch klimatische Veränderungen und zunehmende Belastungen des Grundwassers stellen die Versorger vor neue Herausforderungen:
- Klimawandel: Höhere Temperaturen und veränderte Niederschläge reduzieren langfristig die Grundwasserneubildung.
- Steigender Wasserverbrauch: In heißen und trockenen Perioden steigt die Nachfrage nach Wasser, was das System zusätzlich belastet.
- Wasserqualität: Nährstoff- und Pestizideinträge aus der Landwirtschaft beeinflussen die Qualität des Trinkwassers.
Diese Faktoren erfordern ein vorausschauendes Handeln, um auch in den kommenden Jahren eine stabile Versorgung sicherzustellen.
Die Aufgaben des neuen Wasserkonzepts
Das Ingenieurbüro Weber-Ingenieure GmbH wird eine detaillierte Analyse der aktuellen Wasserversorgungssituation durchführen. Das Konzept soll:
- Die bestehenden Strukturen systematisch erfassen und bewerten,
- zukünftige Entwicklungen und Risiken prognostizieren,
- Optimierungsmöglichkeiten für die Wasserversorgung ableiten.
Ziel ist es, die Infrastruktur so anzupassen, dass auch kommende Generationen mit ausreichend Trinkwasser versorgt werden können. Nach Abschluss der Studie werden die Ergebnisse öffentlich zugänglich gemacht, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Wasserversorgung zu stärken.
Historische Wasserquellen als mögliche Lösung
Neben der Analyse der aktuellen Infrastruktur liegt ein besonderer Fokus auf historischen Wassergewinnungsanlagen wie alten Brunnen und natürlichen Quellen. Diese sind oft nicht dokumentiert, könnten aber bei entsprechender Eignung zur Brauchwassernutzung beitragen und damit die Trinkwasserquellen entlasten.
Deshalb ruft der Wasserverband alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihr Wissen über alte Wasserquellen zu teilen. Wer Informationen über historische Brunnen oder Quellen in der Region hat, kann sich direkt mit dem Ingenieurbüro Weber-Ingenieure in Homberg (Efze) in Verbindung setzen.
Kontakt:
📧 E-Mail: P-WV-HR@weber-ing.de
📞 Telefon: +49 5681 770233 oder +49 5681 770227
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Wasserversorgung nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten. Der Wasserverband Gruppenwasserwerk Fritzlar-Homberg geht mit dem neuen Wasserkonzept einen wichtigen Schritt in diese Richtung – für eine stabile Versorgung heute und morgen.